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Berichte - ADAC GT Masters 2010
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Rennen 1+2: Oschersleben |
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Oschersleben (11.+12.04.2010)
Guter Beginn fast ohne Vorbereitung
Heiko Hammel und sein neuer Teampartner Jimmy Johansson lieferten ein tolles Debüt im ADAC GT-Masters ab.
Die beiden Neulinge in der Serie glänzten mit den Positionen fünf und acht. Dabei entsprach der fünfte Rang im ersten Lauf der Position des besten Audi. Das ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass beide vor diesem Wochenende in Oschersleben kaum Kilometer mit ihrem neuen Sportgerät Audi R8 LMS sammeln konnten.
Heiko Hammel wechselte über den Winter die Rennserie: Er verließ den Seat Leon Supercopa und entschied sich zum Einstieg in den GT-Sport. Dafür wählte er das ADAC GT-Masters und als Teampartner Jimmy Johansson. Beide pilotieren einen Audi R8 LMS, der von Heikos altem Team Pole Promotion eingesetzt wird.
Nach Oschersleben kamen sie nahezu ohne Vorbereitung. „Der Deal kam erst sehr spät zustande, deshalb hatten wir vor dem Auftakt nur einen ganz kurzen Test im strömenden Regen“, erklärte Heiko. In den beiden freien Trainings von Oschersleben ewöhnten sich die GT-Newcomer an ihren neuen Renner, dabei sprangen die Positionen 13 und zwölf heraus.
Das erste von zwei Zeittrainings fuhr Heiko. „Ich war schon auf dem Weg zu Rang vier, aber dann bin ich im letzten Sektor in den Dreck geraten“, ärgerte er sich. Trotzdem stellte er den Audi noch auf die siebten Position. Im zweiten Qualifying sicherte der Schwede Johansson der Paarung den 14. Startplatz.
Im ersten Rennen des Wochenendes hielt sich Heiko im ersten Stint in dem für ihn und sein Team immer noch ungewohnten Auto gut und übergab den Boliden auf Rang acht an Jimmy Johansson. Der schaffte es dann, sich noch bis auf den fünften Platz nach vorne zu arbeiten. „Eigentlich hatten wir keine Erwartungen, für das Wochenende war wegen der kaum vorhandenen Vorbereitung eher eine Art Schadensbegrenzung angesagt. Dass wir dann Fünfter werden und sogar bester Audi, das hätten wir nie gedacht“, freute sich Heiko im Ziel.
Im zweiten Lauf konnten die beiden Youngster das gute Resultat nicht ganz wiederholen, aber sie fuhren wiederum ein gutes Rennen. Nur vom 14. Startplatz ging Jimmy Johansson in den zweiten Saisonlauf, bei dem die Strecke von Beginn an leicht feucht war. Doch trotzdem entschieden sich Heiko und Jimmy, das Rennen mit Slicks zu beginnen. „Wir hatten von Platz 14 nichts zu verlieren. Auch nach dem ersten Stint, als wir nur 15. waren, blieben wir auf Slicks. Es war gar nicht einfach, den R8 mit den Trockenreifen auf der Strecke zu halten, denn er ist wesentlich aggressiver als mein alter Seat Leon. Ich fuhr die ersten Runden extra langsamer, geriet aber dennoch kurz ins Gras neben dem Asphalt.“ Wenig später begann es abzutrocknen, worauf das Team von Beginn an spekulierte. „Dann konnte ich noch einmal richtig Gas geben. Ich war phasenweise zehn Sekunden pro Runde schneller als die Vorderleute. Leider war das Rennen für uns etwas zu kurz und es wurde nur der achte Rang.“
„Wir sind mit unserem Debütwochenende im GT-Masters mehr als zufrieden. Nun werden wir testen gehen, um Erfahrungen zu sammeln und das Auto besser kennen zu lernen. Wir sind auf alle Fälle auf einem guten Weg“, fand Heiko am Ende des Wochenendes.
In der Gesamtwertung ist Heiko nach zwei Rennen auf dem16. Platz zu finden. Das nächste Meeting des ADAC GT-Masters findet in vier Wochen auf dem Sachsenring statt.
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Rennen 3+4: Sachsenring |
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Sachsenring (08.+09.05.2010)
Heiko wieder zweimal in den Punkterängen
Speed Academy-Förderkandidat Heiko Hammel und sein Partner Jimmy Johansson bestritten am vergangenen Wochenende die GT-Rennen drei und vier ihre noch jungen Karriere.
Nach dem Saisonauftakt in Oschersleben hatte das deutsch-schwedische Duo Testfahrten geplant und diese auch durchgezogen. „Das war wichtig, denn wir beide kannten den Audi R8 LMS vor Beginn der Saison kaum. Wir haben unter anderem Rennen simuliert und Erfahrungen mit abbauenden Reifen gesammelt.“
Auf dem Sachsenring starteten sie mit den Positionen acht und sechs in das Wochenende. „Mit den Platzierungen der beiden freien Trainings war ich zufrieden, denn ich hatte in beiden Sessions keine perfekte Runde hinbekommen. Für die beiden Zeittrainings hatte ich deshalb mit einem Platz in den Top 4 gerechnet“, war Heiko zuversichtlich.
Doch dieses Ziel verpassten die beiden Nachwuchsrennfahrer knapp. „Im ersten Qualifying bin ich gefahren. Gerade als ich mit den neuen Reifen angreifen wollte, stoppten mich gelbe Flaggen. Im ersten Sektor hatte ich schon 0,6 Sekunden auf meine alte Bestzeit gutgemacht und mein Rückstand auf den zweiten Platz betrug insgesamt ja nur eine halbe Sekunde. Rang zwei wäre also bestimmt möglich gewesen.“ So musste Heiko sich mit P6 zufrieden geben. Teampartner Jimmy Johansson eroberte im zweiten Qualifying Startplatz vier.
Da Heiko das erste Zeittraining gefahren ist, wurde er im ersten Rennen auch als Startfahrer nominiert. „Das Rennen ist schnell erzählt: Ich verlor am Start einen Platz und hing dann hinter dem Porsche der beiden Bergmeister-Brüder fest. Einen Porsche zu überholen ist immer besonders schwierig, denn die haben aus den Ecken eine besonders gute Traktion.“ Auch nach dem Fahrerwechsel änderte sich nichts, Heiko und Jimmy wurden als Sechste abgewinkt.
Am Sonntag fuhr Jimmy Johansson den ersten Stint des zweiten Laufs. „Er lag souverän auf dem vierten Rang und ich dachte schon, dass wir den locker bis ins Ziel halten würden oder sogar noch verbessern könnten. Aber dann drehte Jimmy sich. Das hat sicher 20 Sekunden gekostet und wir waren plötzlich nur noch 13. Beim obligatorischen Fahrerwechsel waren wir dann noch zu schnell. 70 Sekunden hätten wir stehen müssen, wir standen aber nur 69,7 Sekunden. Also musste ich noch einmal zu einer Stop&Go-Strafe antreten.“ Mit reichlich Wut im Bauch fuhr Heiko danach eine schnelle Runde nach der anderen und war sogar schneller als die Spitzenreiter. Doch weiter als Platz sieben kam er nicht mehr vor.
„Wir hatten im Ziel einen Rückstand von 44 Sekunden auf die Sieger, haben durch die Missgeschicke aber rund 40 Sekunden verloren. Bei diesem Rennen war viel mehr möglich gewesen, wir hätten auf dem Podest stehen können. Unser Speed war richtig gut“, war Heiko am Ende des Wochenendes enttäuscht. „Wenn man weiß, dass viel mehr möglich gewesen wäre, dann sind die Plätze sechs und sieben bitter. Aber das Gute ist, dass wir gesehen haben: Wenn alles normal verläuft, sind wir nach nur zwei Rennwochenenden in der für uns Fahrer und für das Team neuen Serie schon Podestkandidaten.“
In drei Wochen stehen in Hockenheim die nächsten beiden Läufe zum ADAC GT Masters an und dort wollen Heiko und Jimmy dann ihren ersten gemeinsamen GT-Podestplatz feiern.
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Rennen 5+6: Hockenheimring |
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Hockenheimring (29.+30.05.2010)
Keine große Freude für Heiko Hammel
Für Heiko Hammel und seinen Partner Jimmy Johansson war Hockenheim am vergangenen Wochenende keine Reise wert.
Heikos Hockenheim-Wochenende begann schon mit Schwierigkeiten. "Im ersten freien Training sind Jimmy und ich gerade einmal ein paar Runden gefahren. Das Auto war unfahrbar, denn wir hatten ein defektes Getriebe." Der Tausch des Getriebes dauerte so lange, dass Heiko und sein Teampartner Jimmy Johansson auf das zweite freie Training verzichten mussten.
"Ohne ein ordentliches freies Training in das Qualifying zu gehen war schon eine komische Situation", so Heiko. Jimmy holte sich in seinem Zeittraining den elften Platz, Heiko in seiner Session Rang 18. "Mir wurden drei Runden gestrichen, weil ich angeblich dreimal in der ersten Kurve die Strecke verlassen haben soll. Dabei wäre ich nicht im Traum darauf gekommen, überhaupt darüber nachzudenken, dass ich in Gefahr bin, Runden gestrichen zu bekommen. Ich bin mir noch immer keiner Schuld bewusst. Aber ich war nicht der einzige, den es erwischte. Diese Regelung, dass man überhaupt nicht über die weißen Linien fahren darf, war ein Witz." Mit den gestrichenen schnellsten Runden fiel Heiko im Klassement auf Platz 18 zurück.
Das erste Rennen des Wochenendes war für Heiko und Jimmy extrem kurz. "Jimmy kann gerade einmal drei Kurven weit, dann krachte er in einen Porsche und sein Kühler war kaputt. Es war eine Kettenreaktion, Jimmy würde ich da keine Schuld geben. Es ist einfach dumm gelaufen, weil unser Rennen so viel zu früh beendet war."
Für den zweiten Lauf hatten sich die beiden Youngster vorgenommen, ohne Risiko ins Ziel zu fahren. "Unser Speed war sowieso nicht gut genug für vordere Platzierungen. Die Einstufung unseres Audi R8 LMS ist so unglücklich, dass wir keine Chance haben, selbst die wesentlich schwächeren Cup-Porsche fahren uns auf den Geraden davon. Uns fehlt auf den Geraden teilweise ein Topspeed von bis zu 15 Kilometern pro Stunde auf die Spitze. Ich hoffe, dass die Auto-Einstufung vor dem nächsten Rennen in Assen geändert wird, denn so macht es keinen Sinn."
Auf den ersten Metern verlor Heiko zwei Positionen, denn er musste im Startgetümmel einigen Kontrahenten ausweichen. "Dann hing ich ein paar Runden hinter Cup-Porsche fest und habe so viel Zeit verloren." Als er an denen vorbei war, konnte Heiko sich bis zum Fahrerwechsel bis in die Top Ten vorarbeiten. "Jimmy hat wegen des Ausfalls von Christopher Mies und Luca Ludwig noch eine Position gewonnen und so waren wir am Ende als Neunte im Ziel. Viel mehr ging heute auch nicht."
Nun hofft Heiko, dass die Einstufung des Audi R8 LMS in den kommenden sechs Wochen bis zum nächsten Lauf angepasst wird, damit er in Assen wieder voll angreifen kann.
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Rennen 7+8: TT Circuit Assen |
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TT Circuit Assen (17.+18.07.2010)
Erster Podestplatz im GT Masters für Heiko
Heiko Hammel und sein schwedischer Teamkollege Jimmy Johansson bestätigten in Assen ihren seit Saisonbeginn anhaltenden Aufwärtstrend mit zwei tollen Rennen.
Das Wochenende begann mit zwei freien Trainings, die Heiko und Jimmy Johansson auf den Positionen neun und elf abschlossen. „Von außen sahen die Resultate nicht sehr gut aus, aber wir waren zufrieden“, fasste Heiko hinterher zusammen.
Im Qualifying hatten die beiden die Wahl, wer von ihnen in der ersten und wer in der zweiten Gruppe einsortiert werden sollte. „Eigentlich muss der stärkere Fahrer in der zweiten Gruppe starten, aber wir beide sind gleich eingestuft. Also haben wir den Vorteil, dass wir uns selbst entscheiden können.“ Heiko ging in die Gruppe der schnelleren Piloten und fuhr deshalb das zweite Zeittraining, Jimmy Johansson übernahm Qualifying eins. Der Schwede eroberte in seiner Gruppe den vierten Startplatz, Heikos schnellste Runde reichte wenig später für Position zehn. „Damit konnte ich gut leben, denn zum einen waren die Abstände nach vorne nicht so groß und zum anderen standen ausnahmslos schnelle Piloten vor mir.“
Das erste Rennen begann unter trockenen Bedingungen, Heikos Partner Jimmy Johansson fuhr den Start. Der Schwede übergab den Boliden auf der dritten Position liegend an Heiko, als gerade eine Safety-Car-Phase das Rennen neutralisierte. Während dieser Phase begann es zu regnen, doch Heiko fuhr auf Slicks, weil er vor dem einsetzenden Regen seinen Stopp absolvierte. Im 21. Umlauf erkannte Heiko, dass es sinnvoller wäre, seine Slicks gegen Regenpneus zu tauschen. Aufgrund des immer stärker werdenden Niederschlags sollte sich diese Entscheidung als richtig erweisen und viele seiner Kontrahenten machten es in den folgenden Minuten ähnlich.
In der 24. Runde war die zweite Safety-Car-Phase des Rennens beendet. Heiko wurde zu diesem Zeitpunkt als Sechser geführt, sein Rückstand auf seinen Vordermann Christopher Mies lag bei fast einer halben Sekunde. Doch ähnlich wie sein Kollege von der Speed Academy fuhr auch Heiko im Regen extrem schnelle Rundenzeiten und näherte sich seinem neuen Vordermann Antoine Leclerc, um den Franzosen im 29. Umlauf zu überholen. Als Nächster wurde Sebastian Asch gejagt, der Schwabe hatte noch einen Vorteil von zehn Sekunden. Aber Heiko war zu diesem Zeitpunkt mehr als zehn Sekunden pro Runde schneller als Asch, wurde aber in der gleichen Runde von Roland Rehfeld überholt. Somit blieb Heiko vorerst die vierte Position, die er bis zum Fallen der Zielflagge halten konnte. „Rehfeld im Ascari war nicht zu halten, aber sonst war das Rennen klasse. Schade, dass wir knapp am Podest vorbeigeschlittert sind.“
Für den zweiten Heat legte sich das schnelle Duo eine spezielle Strategie zurecht: „Ich sollte einzig und allein Anschluss an die Spitze halten. Jimmy würde dann gegen die langsameren Piloten einfacher überholen können.“ Heiko übergab das Auto planmäßig recht früh an Jimmy, damit der Schwede freie Bahn hat und nicht im Pulk festhängt. „Das hat prima funktioniert, es war eine perfekte Teamarbeit“, strahlte Heiko, als Jimmy Johansson als Zweiter abgewinkt wurde. „Jimmy war zwar derjenige, der im Rennen glänzen konnte, aber auch mein Anteil war durchaus wichtig. Wir haben das genauso umgesetzt, wie wir es und vorgestellt hatten.“
Dank der riesigen Punkteausbeute haben Heiko und Jimmy auch in der Gesamtwertung den Anschluss an die vorderen Ränge herstellen können. Noch sind sie auch den Positionen 14 und 15 notiert, aber der Rückstand auf Platz sechs liegt bei minimalen drei Zählern. Mitte August in der Lausitz haben die beiden Pole Promotion-Piloten die nächste Chance, in der Gesamtwertung weiter Boden gutzumachen.
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Rennen 9+10: Eurospeedway Lausitz |
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Eurospeedway Lausitz (14.+15.08.2010)
Heiko Hammel weiter mit positiver Tendenz
GT-Neuling Heiko Hammel macht zusammen mit seinem Partner Jimmy Johansson weiterhin eine gute Figur im ADAC GT Masters.
In den beiden freien Trainings hatten die Youngster Heiko Hammel und Jimmy Johansson Probleme mit ihrem Audi R8. "Wir hatten keinen Benzindruck. Zuerst dachten wir, die Benzinpumpe sei das Problem, aber dann stellte sich heraus, dass das Steuergerät defekt war. So hatten wir insgesamt gerade einmal 50 Minuten freies Training, in denen wir beide jeweils sechs Runden gefahren sind."
Sein Qualifying verlief nicht problemlos. "In der ersten schnellen Runde mit den neuen Reifen waren die Reifen noch nicht auf ihrem Höhepunkt. In der zweiten schnellen Runde stand mir Philip Wlazik im Weg und in der dritten schnellen Runde funktionierte es endlich gut. Ich mache Philip keinen Vorwurf, denn die Boxenausfahrt ist hier wirklich blöd und er kann sich nicht in Luft auflösen. Es war nur etwas unglücklich für mich."
Im ersten Lauf fuhr Heikos Teamkollege Jimmy Johansson den Start. Der Schwede hielt zu Beginn seine sechste Position und übergab das Auto nach seinem Stint als Dritter an Heiko. Nach dem Boxenhalt reihte sich der Audi R8 von Pole Promotion als Vierter wieder ins Geschehen ein. Diese Position brachte er auch ins Ziel. "Ich war schneller als Christopher Mies vor mir, aber die Lücke zu ihm war einfach zu groß. Da Jimmy erst einmal ein paar Leute überholen musste, entstand diese Lücke. Aber auch über den vierten Rang sind wir sehr glücklich."
Im zweiten Heat wollte Heiko sein gutes Resultat vom ersten Run wiederholen, doch von der neunten Startposition sollte es nicht einfach werden. Nach einem mittelprächtigen Start hatte er nach einer Runde den zehnten Platz inne. "Dieser erste Umlauf war ziemlich turbulent." Zu Beginn des zweiten Umlaufs wurde es noch turbulenter, er drehte sich. "Ich war neben der Ideallinie und meine Reifen waren noch kalt. Aber halb so wild, ich habe nur eine Position verloren und konnte weiterfahren." Nur leider nicht sehr lange, dann kam das endgültige Aus. "Ich rutschte auf dem Kühlwasser von Nicolas Armindo in einen Drift, den ich eigentlich halten konnte. Nur leider hat mir die Betonmauer wenig später einen Schlag verpasst. Die Hinterachse wurde dadurch verbogen und mein Rennen war beendet."
Heiko zog dennoch ein positives Fazit. "Wir hatten wieder einen guten Speed. Ich war im Qualifying fast so schnell wie Christopher Mies, der schon ein Jahr länger im GT-Sport fährt. Und ich war schneller als mein Teampartner Jimmy Johansson, der aus dem Porsche Carrera Cup kommt und deshalb schon mehr Erfahrung mit Hecktrieblern hat. Damit kann ich zufrieden sein."
Das nächste Rennwochenende steigt in zwei Wochen auf dem Nürburgring.
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Rennen 11+12: Nürburgring |
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Nürburgring (28.+29.08.2010)
Pechvogel Heiko Hammel
Viel mehr Pech kann man gar nicht haben. GT-Neuling Heiko Hammel und sein Partner Jimmy Johansson machten beim ADAC GT Masters auf dem Nürburgring mal wieder einen guten Job, aber sie konnten in keinem der beiden Rennen die Früchte ernten.
Der Donnerstag – da die beiden Rennen des ADAC GT Masters am Nürburgring im Rahmen der GT1-Weltmeisterschaft stattfanden, mussten die Piloten schon eher als üblich ran – begann für die Kombination Heiko Hammel / Jimmy Johansson sehr gut, in beiden freien Trainings fuhren sie in die Top Six.
Einen Tag später bestritt Heiko das zweite der beiden Qualifyings. Nach teils heftigem Regen am Vormittag kam gegen Mittag die Sonne durch und rechtzeitig zum Zeittraining des GT Masters war die Piste trocken. Sein Teamkollege Jimmy Johansson sorgte mit Rang vier für eine perfekte Motivation bei Heiko, der natürlich nachziehen wollte. Gleich zu Beginn machte er klar, dass er einer der Piloten für die ersten Positionen ist. Gegen Mitte der Session fiel Heiko etwas zurück und war nur noch Achter. Bis zum Ende gelang es ihm nicht, wieder Boden gutzumachen. Stattdessen fiel er sogar noch auf Position zehn zurück. "Dennoch war ich zufrieden, denn ich bin mit dem schnelleren Fahrern in eine Gruppe gefahren und meine Rundenzeit war wieder leicht besser als die von Jimmy", fasste Heiko zusammen.
Im ersten Rennen startete Jimmy Johansson und behielt den vierten Platz seinen ganzen Stint lang. Zusammen mit den drei vor ihm liegenden Piloten steuerte er die Box an und übergab das Auto an Heiko. Nachdem alle Wechsel erledigt waren, wurde Heiko als Achter notiert. Wegen einer Kollision zwischen Peter Kox und Bernd Herndlhofer rutschte er sogar auf den sechsten Platz vor, hatte aber nicht lange Freude daran. Zwei Umläufe später musste Heiko an der Box aufgeben. "Es lief alles nach Plan", erzählte Heiko. "Doch dann verlor das Auto plötzlich Leistung. Wenig später platzte der Servoschlauch und das Öl entzündete sich sowie einen Kabelbaum im Motor. Wir hatten Glück, dass ich gerade an die Box kommen konnte und die Mechaniker von einem anderen Team schnell einen Feuerlöscher zur Hand hatten. Trotzdem war der Ausfall natürlich sehr, sehr schade."
Im zweiten Heat fuhr Heiko den Start und sortierte sich in der Anfangsphase auf dem elften Rang ein. Im Laufe der ersten Runden fand er sich in einem Kampf mit Johannes Stuck und Denis Retera wieder und zog vorerst den Kürzeren. Nach elf Runden steuerte er seine Box an, doch er übergab das Auto nicht an seinen Teamkollegen Jimmy Johansson. Stattdessen musste die Paarung Hammel / Johansson wie schon im ersten Lauf vorzeitig aufgeben. "Zwei Ausfälle - viel bitterer kann ein Wochenende nicht sein", war Heiko traurig. "Im zweiten Lauf ging der Kühler kaputt. Ich weiß nicht, warum das passiert ist, denn ich hatte keinen Feindkontakt. Es ist auch deshalb schade, weil unsere Mechaniker den Audi nach dem Feuer vom ersten Rennen bis drei Uhr nachts repariert hatten und sich etwas Besseres als einen weiteren Ausfall verdient hätten. Beide Schäden waren einfach nur Pech, da kann man niemandem einen Vorwurf machen."
Nach den beiden Ausfällen haben Heiko und Jimmy Johansson in der Gesamtwertung etwas an Boden verloren, Heiko ist nun nur noch 14. Das Finale des ADAC GT Masters findet Anfang Oktober in Oschersleben statt.
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Rennen 13+14: Finale in Oschersleben |
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Finale in Oschersleben (02.+03.10.2010)
Freud und Leid in Oschersleben
Für Heiko Hammel war das Finale des ADAC GT Masters sehr ereignisreich. Er fuhr in Oschersleben erstmals mit René Rast auf einem Auto.
Die erste Überraschung erlebte Heiko schon, bevor der erste Kilometer gefahren wurde: Statt mit Jimmy Johansson fuhr er das Finale mit René Rast. Jimmy musste kurzfristig wegen Krankheit absagen. "Schade, denn wir waren über das Jahr ein gutes Team. Aber auch René ist ein toller Partner, der vor allem in Oschersleben extrem gut ist."
Im freien Training war Heiko mit seiner persönlichen Leistung zufrieden. "Ich hatte alte Reifen und René neue. Trotzdem war ich nur 0,3 Sekunden langsamer als René. Danach hatte ich mir für das Qualifying natürlich einiges erhofft", so Heiko. Doch diese Hoffnungen wurden nicht erfüllt. "Ich wurde zweimal von einer roten Flagge gestoppt. Leider hatten meine Reifen im dritten Versuch ihren Höhepunkt bereits hinter sich und ich musste mich mit dem siebten Platz zufrieden geben. Zum einen war ich darüber sehr enttäuscht, zum anderen konnte ich unter diesen Umständen mit Rang sieben eigentlich noch ganz glücklich sein."
Im ersten Rennen wurden Heiko und René Rast, der ehemalige Sieger der Speed Academy, als Fünfte abgewinkt. Doch wenige Stunden nach dem Rennen erhielten die Sieger Luca Ludwig / Jens Klingmann wegen Frühstarts eine 30-Sekunden-Strafe und fielen auf Rang 13 zurück. Damit rückten Heiko und René auf Position vier vor. "Mein Stint war sicher weniger spektakulär als der von René, aber nicht weniger wichtig. René hat wirklich eine tolle Performance gezeigt und auf einer für seine wenigen Überholmanöver bekannten Strecke einige Plätze gewonnen."
Im zweiten Rennen blieb Heiko nur die Rolle des Zuschauers. René Rast fuhr den Start und lag auf einer der vorderen Positionen. Doch wenig später musste er seinen Boliden mit einem Getriebedefekt an der Strecke abstellen. Sein Rennen war beendet, noch bevor Heikos Stint begann.
Dennoch konnte Heiko mit seinem Debüt im GT-Sport zufrieden sein. Er stand mit Jimmy Johansson einmal als Zweiter auf dem Podest und sammelte drei weitere vierte Plätze.
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